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Mittwoch, 9. Mai 2018

Bauen am Urnersee

Schönwetter ruft nach Seewasser

Sonnenschein stimmt, Temperatur stimmt, Stimmung stimmt... auf geht's -
nach Bauen am
Urnersee, dem südlichsten Arm des Vierwaldstätter Sees.
Auf der Autobahn, Richtung Luzern, dann auf die Gotthard-Autobahn über Schwyz, Brunnen, auf der Axenstraße bis Flüelen und um den südlichen Urnersee-Zipfel herum, dem Ufer entlang bis Bauen.
Wir parken auf dem letzten Parkplatz beim Anleger.
Von da ab geht's nur noch zu Fuß weiter.




Es herrscht italienisches Urlaubswetter, und der Ort könnte von der Vegetation her im südlichen Tessin liegen. Hier wachsen Hanfpalmen, Feigen, Kastanien und Affenschwanzbäume, die an urzeitliche Schachtelhalmgewächse erinnern.
Der See hat die hier typische blaugrüne Farbe und läßt seine grosse Tiefe erahnen (grösste Tiefe 200m, im Durchschnitt 133m). Tief genug für ein «Nessie»-Äquivalent. Aber gesehen habe wir es nicht, es zeigt sich wohl nur in der Dämmerung bei dichtem Nebel.
Der Ort schmiegt sich in geschützter Lage in die Berge ein und erfreut sich so eines besonders milden Klimas. Die Palmen haben es Rosie angetan (vielleicht, weil es Hanf-Palmen sein sollen), aber mit dem Klettern ist's momentan nicht so angesagt...


Die Berge säumen eindrucksvoll das Dorf mit seiner blühenden Natur.


Es ist Mittagszeit und das Restaurant «Fischli» zieht uns auf seine Terrasse mit wunderbarem Blick auf den See.... und natürlich mit leckeren Fischli auf Risotto.


Die gefüllten Bäuche rufen bald nach leichter Bewegung, und wir erkunden das nahe Umfeld. Sogleich begegnet uns der Schiller. Genauer gesagt: das Hotel «Schiller». Ich habe den Eindruck, der Friedrich schaut hier still vor sich hin auf das gegenüberliegende Ufer mit der Tellsplatte...



... und sinniert nach so langer Zeit darüber, was von seiner Tells-Geschichte wohl Wahrheit war und was Dichtung, was er 1804 als Theaterstück den Schauspielern übergab? Und 50 Jahre später gab Alberik Zwissig, der eben hier in Bauen geboren wurde, das Siegel zur Eidgenossenschaft mit seinem «Psalm», der später zur Nationalhymne erhoben wurde. Hier stehen das Denkmal Zwyssigs und das Zwissighaus rechts dahinter in inniger Nachbarschaft mit dem Hause «Schiller»... Muß wohl was dran sein...


Rosie, nach dem Unfall geschient und mit Stock, bereit zur Abfahrt. Die Schiene ist ein besonderes Modell (ähnlich dem «Nimbus 2000» von Harry Potter), und man sagt, daß man damit bei Vollmond fliegen könne - ganz ohne Besen, allerdings besser auch ohne Stock - aber das ist eine andere Geschichte...



Bei der Tellskapelle machen wir nochmals Halt und genießen die Sicht über den See, gegenüber Bauen mit seinen Palmen.



Auf der Heimfahrt über die A4 machen wir noch kurz einen Ladestop im Knonauer Amt bei Affoltern am Albis. Ein super Schnellader, von der Sonne dauerhaft beschienen, so daß das Display zum Verbrennen heiß war und fast nicht mehr reagieren wollte. Am Ende ließ sich der Startknopf noch überzeugen, und wir machten uns, voll geladen und voll schöner Eindrücke, auf den restlichen Heimweg.



Alles in allem ein empfehlenswerter Ausflug.

In diesem Sinne alles Gute und bis neulich...

Sonntag, 19. November 2017

Erste Überlandfahrten

Gestern die erste Überlandfahrt von Zürich in die Schaffhauser Gegend.
Noch keine riesige Strecke, aber doch etwa 70 km. Topographisch relativ eben, mehrheitlich Landstrassen. Der Verbrauch war trotz Temperaturen um die 5°, Klimaanlage und Sitzheizung waren an, ganz akzeptabel mit 14,4 kWh.






















Soweit der gestrige Abschluss.
Heute, das Wetter ist weniger einladend, soll uns eine einfache, gutbürgerliche «Kaffeefahrt» genügen. Nun ja, so ganz einfach auch wieder nicht, denn ich konsultiere «ChargeMap» nach Schnell-Ladestationen mit möglichen Kaffee-Anbindungen. Schnell-Lader müssen jetzt auch ausprobiert werden. Fündig werde ich in Küsnacht am Zürichsee [nicht zu verwechseln mit Küssnacht und seiner «hohlen Gasse»...] mit dem Romantik Seehotel Sonne. Wir steuern diese Destination an, obwohl die Kommentare im ChargeMap auf ein häufiges Zugeparkt-Sein der Ladestation hinweisen.
Ein freundlicher Parkwächter empfängt uns, und siehe da, ein Platz an der Sonne mit Ladesäule ist frei. Trotzdem ist es grau und fängt an zu nieseln. «Nomen est Omen» scheint nicht mehr zuverlässig zu funktionieren.
Der nebenan stehende ist ein Verbrenner. Also sind alle Anschlüsse frei. Ich schliesse den CCS an, bin offenbar etwas zu sanft mit dem Stecker, keine Verbindung. Also nochmals probieren, mit Schwung, und jetzt reagieren die Anzeigen, sowohl im IONIQ - die Ladeanzeige meldet Erfolg - als auch die an der Säule.


Ladesäule Seehotel Sonne




















Diesmal klappt es. CCS verbindet. Offenbar sind ihm die 20 kW an Transferleistung genug. Vielleicht findet die Säule auch meinen Bedarf zu gering, und gibt darum nicht mehr her. Auch CHAdeMO will nicht mehr geben, es scheint das System zu sein.



















Aber Hauptsache es klappt. Die Ladezeit ist gerade für einen Kaffee gut - und wird auch nur bis 94% unterstützt.


Am Ende vom Kaffee war auch Ende vom Laden. Der Ladestecker brauchte ein wenig, bis er sich freiwillig lösen liess. Dann ging es weiter.

Wir fuhren Richtung Herrliberg und zum Pfannenstiel hinauf. Ein Ausflugsort, den schon Max Frisch beschrieben hatte. Wir wanden uns bis über 600 Höhenmeter hinauf, ein Genuß mit dem Drehmoment des Elektromotors. Hier oben hatte es schon geschneit, auf den Wiesen blieb es liegen. Von einem Parkplatz im Vorbeifahren trafen uns die traurigen Blicke eines tauenden Schneemannes.
Von da an gings wieder bergab, rekuperierend, und am Ende kamen wir mit einem Schnitt von 14,6 kWh Verbrauch bei ca. 4° C zu Hause an.

Mal schauen, was die Flut bringt...

Alles Gute und bis neulich